Aug
16

Gestern war nun ein nächster Versuch, eines meiner Saisonziele zu erreichen.
Ich entschied mich für die steile Variante, Richtung Mittenberg, um möglichst viel Zeit zu sparen. Dies war wohl mein erster Fehler. Auf dem Mittenberg war ich nur etwa 5 Min. schneller als über die Waldhausstall-Variante.
Mein nächstes Tagesziel war nun etwas höher als bei meinem ersten Versuch zu kommen.
Als ich auf den Heubergen ankam, sah ich bereits den Montalin und von da an gab es kein zurück mehr.
Die letzten 40 Min. bis zum Gipfel waren sehr beschwerlich und an joggen war nicht mehr zu denken. Trittsicherheit und Schwindelfrei sollte man auf dieser Route schon sein.
Das grösste Problem war jetzt der Durst. Auf dem Mittenberg war die letzte Trinkstelle und danach war nichts mehr von Wasser zu sehen und zu hören.
Mit letzter Kraft erreichte ich nach 2h 40’ mein Ziel, den Montalin.
Die Aussicht und das tolle Wetter liessen die Strapazen schnell vergessen.
Der Abstieg wurde wie erwartet zur Tortur, mein erstes Ziel war natürlich der Brunnen auf dem Mittenberg. Nach knapp 4 Stunden, einem Sturz und ziemlich ausgetrocknet, konnte ich endlich das kühle Wasser geniessen. Meine Beine waren mittlerweile wie Gummi.
Danach entschied ich mich für den direkten Weg nach Chur. Natürlich kam ich mal wieder vom Weg ab und musste wieder einige hundert Meter zurücklaufen.
Irgendwann kam ich bei der Halde nach Chur in die Glutofenhitze. Natürlich war die Freude gross und bis zu Hause musste ich noch auf die Zähne beissen.
Dort nach knapp 5 Stunden wieder angekommen, war die Erleichterung riesengross und ehrlich gesagt weiss ich nicht, ob ich den Calanda auch noch dieses Jahr schaffen werde. So gelitten wie gestern, habe ich schon ewig lang nicht mehr.

Gruss vom Leader

Aug
09

Die 2 Wochen in Pantanis Geburtsort waren schon ziemlich eindrücklich. Wie es sich für echte Radsportfans gehört, bezogen wir unser Hotel unmittelbar vor der Gedenkstatue von Marco Pantani. Von unserem Zimmer aus hatte ich zu Tag und in der Nacht freie Sicht auf den grossen Radfahrer.
Der Weg zum Strand, ein fröhlicher Gruss an den nunmehr stummen Star.
Eigentlich kann man sagen, es hatte fast immer Leute dort, die Fotos machte. Es war ziemlich schwierig, einmal einen freien Augenblick zu erhaschen und mal ein paar Minuten über den ganzen Radsportzirkus nach zu denken. (Macht das Sinn?)

Höhepunkt von den zweiwöchigen Ferien war neben dem feinen Essen inklusive Dessertbuffet, der Besuch des Pantani-Museum.
Extra einen Morgen von der Familie frei bekommen und mit einem Hotel Mietvelo der Marke Banano, den etwa 2 Kilometer langen Weg (ohne grosse Steigung), unter die Pedalen genommen.
Natürlich war ich zuerst am falschen Ort und wollte schon umkehren, weil geschlossen. Danach mit bestem Italienisch (für meine bescheidenen Verhältnisse) nochmals bei einer kompetenteren Person nachgefragt und doch noch an dem Objekt der Begierde angekommen.

Der Eintritt kostet 5 Euro (Der Eintritt kommt einem guten Zweck zu gute). Dazu gibt es zur Auswahl 2 kleine Poster zum Mitnehmen. Blöd, dass ich das Velo mit dem Harakiri-Gepäckträger dabei hatte. Also kein Poster mitgenommen.
Im Museum gibt es mehrer TV-Geräte die unterschiedliche Ausschnitte aus Tour de France Giro dItalia und anderen Rennen zeigen. Natürlich immer mit einem angriffigen Piraten.
Daneben alle gewonnenen Auszeichnungen und Pokale. Trikots, Fahrräder und viele Fotos gehörten auch zur Ausstellung.
Ich hoffe, zusammen mit den Fotos kann man sich einen Eindruck davon machen.

Gruss vom nochmals etwas runderen Leader

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Blick vom Hotelzimmer (oben)

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Auf dem Weg zum Strand (oben und unten)

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Eintrittskarte Museum
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Jul
05

Meine Ziele unterscheiden sich ein Wenig von jenen der letzten Jahre.
Das Velo habe ich bis jetzt erst etwa für 500km gebraucht.
Um einen grösseren Trainingseffekt, in kürzerer Zeit zu erzielen, bin ich aufs Lauftraining umgestiegen. Leider wurden meine Bemühungen noch nicht ganz erfüllt. Ein- bis zweimal wöchentlich auf den Mittenberg und trotzdem purzeln die Kilos nicht runter sondern rauf! Auch verlaufen die ersten Kilometer meistens schleppend. Die zusätzlichen Kilos verlangen von meinem Körper einiges ab.
Bis jetzt war es bei mir immer so, dass vermehrtes Velotraining zu weniger Appetit führte, ausser beim Lauftraining! Gibt es da Erfahrungswerte im Team?
Natürlich halte ich auch Ausschau nach anderen Sportarten. Mein momentaner Favorit: Der Water World belly flop Wettbewerb. Da könnte ich in meiner Verfassung locker mithalten. Oder besser gesagt, dieses Ziel wäre einfacher zu realisieren.


Zurück zu meinen Zielen. Für den Herbst wäre die erstmalige Montalin-Besteigung vorgesehen, natürlich über die Läuferroute. Geplant ist weiter auch das Calanda-Running (Berg). Ehrensache, dass ich jeweils von zu Hause aus starte.
Bis jetzt war ich etwa 200m über dem Mittenberg. Habe jedoch dort die falsche Abzweigung erwischt und mich prompt auf einem kleinen, steilen von Sträuchern und Gräsern überwucherten Pfad zermürbt. Musste danach den Rückweg einschlagen und büsste auf dem Heimweg die zusätzlichen 40 Min.
Aber ich gebe natürlich nicht so schnell auf.

Nächste Woche ist passive Erholung angesagt. Am Strand von Cesenatico werde ich mal wieder in alten Träumen schwelgen und meinen Kindern von meinen Abenteuern als hoffnungsvolles Radsport-Talent erzählen.
Natürlich werde ich auch auf den Spuren von Pantani in seiner Heimatstadt wandeln. Allerdings nicht im Kokainbusiness!
Gruss vom Leader

Jun
17