Montalin
Gestern war nun ein nächster Versuch, eines meiner Saisonziele zu erreichen.
Ich entschied mich für die steile Variante, Richtung Mittenberg, um möglichst viel Zeit zu sparen. Dies war wohl mein erster Fehler. Auf dem Mittenberg war ich nur etwa 5 Min. schneller als über die Waldhausstall-Variante.
Mein nächstes Tagesziel war nun etwas höher als bei meinem ersten Versuch zu kommen.
Als ich auf den Heubergen ankam, sah ich bereits den Montalin und von da an gab es kein zurück mehr.
Die letzten 40 Min. bis zum Gipfel waren sehr beschwerlich und an joggen war nicht mehr zu denken. Trittsicherheit und Schwindelfrei sollte man auf dieser Route schon sein.
Das grösste Problem war jetzt der Durst. Auf dem Mittenberg war die letzte Trinkstelle und danach war nichts mehr von Wasser zu sehen und zu hören.
Mit letzter Kraft erreichte ich nach 2h 40’ mein Ziel, den Montalin.
Die Aussicht und das tolle Wetter liessen die Strapazen schnell vergessen.
Der Abstieg wurde wie erwartet zur Tortur, mein erstes Ziel war natürlich der Brunnen auf dem Mittenberg. Nach knapp 4 Stunden, einem Sturz und ziemlich ausgetrocknet, konnte ich endlich das kühle Wasser geniessen. Meine Beine waren mittlerweile wie Gummi.
Danach entschied ich mich für den direkten Weg nach Chur. Natürlich kam ich mal wieder vom Weg ab und musste wieder einige hundert Meter zurücklaufen.
Irgendwann kam ich bei der Halde nach Chur in die Glutofenhitze. Natürlich war die Freude gross und bis zu Hause musste ich noch auf die Zähne beissen.
Dort nach knapp 5 Stunden wieder angekommen, war die Erleichterung riesengross und ehrlich gesagt weiss ich nicht, ob ich den Calanda auch noch dieses Jahr schaffen werde. So gelitten wie gestern, habe ich schon ewig lang nicht mehr.
Gruss vom Leader